Traunreut: Künftig kein verkaufsoffener Sonntag mehr am Totensonntag

Figur an einem Grab auf dem Friedhof in Hannover-Stˆcken am 06.10.2010.

Es ist als Kirchengemeinde unsere Aufgabe, uns zu öffentlichen Themen zu äußern, die unser Sachgebiet betreffen – auch dann, wenn es unbequem ist und zunächst vielleicht Irritationen auslöst. Der Kirchenvorstand, das demokratisch gewählte Leitungsgremium der Paulusgemeinde, zu der über 4.000 evangelische Christen in Traunreut gehören, hat sich entschieden, einen Klärungsprozess darüber anzustoßen, ob ein verkaufsoffener Sonntag an einem gesetzlich besonders geschützten Stillen Tag wie dem Totensonntag notwendig und sinnvoll ist. Dieser Anfrage haben sich auch die Vertreter des Katholischen Pfarrverbandes und der Rumänisch-Orthodoxen Gemeinde angeschlossen.

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Rückschau: Jubiläumsgottesdienst “60 Jahre Pauluskirche”

Kirchenjubiläum

Mit einem Festgottesdienst feierte die Evangelisch-Lutherische Paulusgemeinde Traunreut das 60jährige Bestehen der Pauluskirche. Zum Erntedankfest war der Altarraum mit Obst, Gemüse, und anderen Erntegaben geschmückt. Dekan Peter Bertram erinnerte in seiner Festpredigt an die Anfänge der Kirchengemeinde vor über 60 Jahren, als die Gottesdienste noch in einer Baracke stattfanden. Die Tatsache, dass der „Betsaal“ damals gemeinsam mit den katholischen Christen genutzt wurde, habe sicher zu der bis heute vorbildhaften Ökumene in Traunreut beigetragen. Dass die Geschichte der Kirchengemeinde vor allem durch den Zuzug von Flüchtlingen aus dem Osten geprägt ist, sei bis heute deutlich sichtbar und ein gutes Zeichen dafür, wie Menschen in der Stadt Traunreut und in der Kirchengemeinde eine neue Heimat gefunden haben.

Pfarrerin Dorothea Marien dankte im Fürbittengebet für Gottes Wirken in den vergangenen 60 Jahren und erbat Gottes Segen für die Gemeinde, dass Menschen in ihr weiterhin die Freiheit des Evangeliums erfahren und Orientierung für ihr Leben finden.

Pfarrer Stefan Hradetzky bedankte sich bei den Gemeindegliedern für die vielen Spenden zum Erhalt der Pauluskirche. Im vergangenen Jahr seien für die dringend anstehenden Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten insgesamt über 7.000 Euro an Spenden eingegangen.

Nach dem Gottesdienst waren die Besucher auf ein Glas Sekt vor der Kirche eingeladen, bevor dann das Suppen- und Kuchenbuffet des Offenen Kreises im Gemeindesaal eröffnet wurde. Der Verkauf von Speisen und Getränken ergab einen Reinerlös von 500.- Euro. Ebensoviel erbrachte das Benefizkonzert, das Michael Paschwitz (Orgel) zusammen mit Bernhard Steinhilber (Flöte) am Abend in der Pauluskirche gab.

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Foto: Dekan Peter Bertram, Pfarrerin Dorothea Marien und Pfarrer Stefan Hradetzky, dazwischen Zeitzeugen.

Online-Presseartikel:
Traunsteiner Tagblatt: 60 Jahre evangelische Pauluskirche in Traunreut
Traunsteiner Tagblatt: Orthodoxe Holzkirche soll Heimat für alle Seelen werden

Konfirmation feiern: Alleinerziehende und getrennt lebende Familien

 
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Alleinerziehende und getrennt lebende Familien schauen oft mit Sorge auf das Konfirmationsfest und die Zeit des Konfirmandenkurses. Bei der Trennung der Eltern erleben Konfirmandinnen und Konfirmanden starke Veränderungen. Vater und Mutter sind nicht mehr selbstverständlich da, sondern der Kontakt zu einem Elternteil muss aktiv über Besuche gestaltet werden oder bricht sogar ab.

Es ist tröstend, in der Konfirmation zu erleben, dass Gott uns hilft und begleitet, wenn Krisen unser bisheriges Leben verändern. Diese Erfahrung kann Eltern und Jugendlichen helfen, das neue Familienleben nach einer Trennung anzunehmen.

Tipps, wie Sie als Alleinerziehende und getrennt lebende Familie ein schönes Fest gestalten können, finden Sie in dieser Broschüre:
 
pdf-iconWir feiern die Konfirmation in unserer neuen Familie (PDF)
 
 

Landessynode verabschiedet Impulspapier zur Erneuerung der Kirche

Landesbischof Dr. Bedford-Strohm © ELKB/vonwegener.de
Landesbischof Dr. Bedford-Strohm
© ELKB/vonwegener.de

Die Landessynode der Evang.-Luth. Kirche Bayerns hat auf ihrer Herbsttagung 2013 eine Handreichung beschlossen, die Impulse für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Kirche enthält.

“Es gibt ein legitimes Interesse der Kirche als Organisation, Mitglieder zu halten, Verbundenheit zu fördern, zu größerer Nähe zu motivieren und zu Taufe und Kirchenmitgliedschaft einzuladen. Diese Aufgabe besitzt gegenwärtig hohe Aktualität, denn die Mitgliederzahlen der Kirchen gehen aus demographischen Gründen zurück. Auch die Austrittszahlen sind nach wie vor zu hoch. Damit ist ein Rückgang der finanziellen Möglichkeiten verbunden, und damit eine Reduzierung kirchlicher Dienste. Immer wichtiger wird es, Menschen gezielt zur Taufe und zum Kircheneintritt zu ermutigen oder ihnen die Rückkehr in die Kirche zu erleichtern.”

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Presseerklärung der Landeskirche zum verkaufsoffenen Sonntag am Totensonntag

Figur an einem Grab auf dem Friedhof in Hannover-Stˆcken am 06.10.2010.

Keine Geschäftsöffnung am Totensonntag!
Landeskirchenrat: Ernster Charakter des Stillen Tages muss gewahrt bleiben

Der Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern weist darauf hin, dass örtliche Marktveranstaltungen und geöffnete Geschäfte am Totensonntag (der Sonntag vor dem 1. Advent) dem ernsten Charakter dieses Tages widersprechen. Der Totensonntag gehört zu den neun Stillen Tagen im Jahr, deren ernster Charakter vom bayerischen Feiertagsgesetz besonders geschützt wird. Der Toten- oder Ewigkeitssonntag ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Im Zentrum des Gottesdienstes an diesem Tag stehen das Totengedenken und der Ausblick auf das ewige Leben.

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Pfarrer Stefan Hradetzky stellt sich vor

Pfarrer Stefan HradetzkyIm September 2012 bin ich mit meiner Frau Christine und unseren vier Kindern ins evangelische Pfarrhaus in Traunreut eingezogen. Vorher war ich sechseinhalb Jahre lang in der Kirchengemeinde Rosenheim und davor zweieinhalb Jahre als Vikar in Oberhaching tätig.

Zum Glauben und zur Kirche bin ich als Jugendlicher durch den Konfirmandenunterricht gekommen. Danach habe ich mich ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit meiner damaligen Gemeinde engagiert und in einer christlichen Rockband gespielt. Der Glaube und die Menschen sind mir dabei so wichtig geworden, dass ich mich schon früh entschieden habe, Pfarrer zu werden. „Angesteckt“ hat mich die Erfahrung, dass Gott etwas mit mir und meinem Leben zu tun haben möchte. Bis heute habe ich diese Lebendigkeit und Kraft Gottes immer wieder wohltuend und herausfordernd erlebt. Ich möchte anderen Mut machen, sich auf das Abenteuer des Glaubens einzulassen und eigene Erfahrungen mit Gott zu machen.

Meine Freizeit verbringe ich am liebsten zusammen mit meiner Familie in der Natur. Weit weg vom Schreibtisch kann ich mich am besten entspannen. Gerne gehe ich auch in die Berge, manchmal bin ich schon am frühen Morgen unterwegs oder übernachte unter freiem Himmel. Das kann ich gut mit meinem Hobby, der Naturfotografie verbinden.

Ich freue mich sehr, meine musikalischen Erfahrungen in die Gemeinde einbringen zu können. Ich liebe es, mit anderen zusammen Musik für Gott zu machen und ihn mit modernen Liedern zu loben, wie wir es in der Gemeindeband, im Gottesdienst PLUS und im Alphakurs tun.

Es grüßt Sie herzlich
Pfarrer Stefan Hradetzky
 

Online-Presseartikel zum Thema:
Südost-News vom 25.09.2012: Traunreut reicht dem neuen evangelischen Pfarrer die Hand